Mindestlohn 2026: Aktuelle Hoehe und Entwicklung
Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland betraegt seit dem 1. Januar 2026 genau 13,90 Euro pro Stunde. Der Mindestlohn wird von der Mindestlohnkommission festgelegt, die alle zwei Jahre eine Anpassung empfiehlt. Seit der Einfuehrung im Jahr 2015 mit 8,50 Euro ist der Mindestlohn schrittweise gestiegen. Im Oktober 2022 gab es einen grossen Sprung auf 12,00 Euro, gefolgt von weiteren Erhoehungen auf 12,41 Euro (2024), 12,82 Euro (2025) und nun 13,90 Euro (2026). Der Mindestlohn gilt fuer alle Arbeitnehmer ueber 18 Jahre, mit wenigen Ausnahmen wie Auszubildende und Langzeitarbeitslose in den ersten sechs Monaten.
Was verdient man beim Mindestlohn netto?
Bei einer 40-Stunden-Woche und dem Mindestlohn von 13,90 Euro ergibt sich ein monatliches Bruttogehalt von rund 2.407 Euro. Nach Abzug von Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeitraegen bleiben in Steuerklasse I etwa 1.700 bis 1.800 Euro netto uebrig. In Steuerklasse III (verheiratet, Alleinverdiener) kann das Netto hoeher ausfallen, da weniger Lohnsteuer anfaellt. Der genaue Betrag haengt von verschiedenen Faktoren ab, darunter Bundesland, Kirchensteuerpflicht und Kinderstatus. Nutze unseren Rechner oben, um dein individuelles Nettoergebnis zu ermitteln.
Mindestlohn und Minijob-Grenze
Die Minijob-Grenze ist direkt an den Mindestlohn gekoppelt. Sie entspricht dem Verdienst, der sich bei zehn Wochenstunden zum Mindestlohn ergibt. Mit dem Mindestlohn von 13,90 Euro liegt die Grenze bei 538 Euro monatlich. Das bedeutet, dass Minijobber maximal rund 38,7 Stunden pro Monat beziehungsweise knapp 10 Stunden pro Woche zum Mindestlohn arbeiten koennen, ohne die Grenze zu ueberschreiten. Steigt der Mindestlohn, steigt auch automatisch die Minijob-Grenze. Arbeitgeber muessen sicherstellen, dass sie den Mindestlohn einhalten und die Arbeitszeiten korrekt dokumentieren.